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Firma Ulrich Rotte entwickelt neue Systeme der Kanalinspektion und -sanierung

Firma Ulrich Rotte entwickelt neue Systeme der Kanalinspektion und -sanierung

Besuch bei der Ulrich Rotte Anlagenbau und Fördertechnik GmbH: Inhaber Ulrich Rotte, Bürgermeister Michael Dreier, Dr. Franz-Barthold Gockel und Ludwig Bewermeier Leiter der Stadtwerke Salzkotten.

Innovationen in der Kanalinspektion und ?sanierung kommen aus Oberntudorf.

Die Netzbetreiber sind verpflichtet, den Zustand und die Funktionsfähigkeit der Kanalisation und somit auch der Schächte zu überwachen. Diese Inspektionen erfolgen aktuell größtenteils durch „Inaugenscheinnahme". Die Anforderungen der aktuellen Normen können so kaum fehlerfrei und wirtschaftlich erfüllt werden. Automatisierte Schachterfassungssysteme rücken daher zunehmend in den Fokus. Die Firma Rotte hat ein automatisiertes Schachterfassungssystem entwickelt, bei dem eine Kamera in den Kanal eingeführt wird, die vollflächige Fotoaufnahmen der Schachtflächen liefert. Aus den Bilddaten werden mittels einer Dokumentations-Software Schachtstammdaten von jedem Kanalschacht aufgenommen.
Das System der Schachtinspektion findet in einem PKW-Kombi Platz und ist so mobil und schnell einsatzfähig und ermöglicht einen betriebsgerechten Einsatz an allen erforderlichen Inspektionsorten.


Neben der Inspektion hat die Firma Rotte in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Pader Kanal Technik ein Robotersystem zur Sanierung der Kanäle entwickelt. Undichte Abwasserkanäle stellen durch versickerndes Abwasser, aber auch durch eindringendes Grundwasser eine Belastung der Umwelt sowie eine unplanbare Überlastung der Klärwerke dar.
Experten gehen davon aus, dass mindestens 40 % aller privaten Abwasserleitungen undicht sind, betroffen sind hier vor allem Leitungen, die vor 1965 verlegt wurden. Reparaturmaßnahmen von schadhaften Rohrsystemen sind aufwendig. Im schlimmsten Fall liegt die schadhafte Stelle unterhalb von Gebäuden, sodass ein Freilegen der Leitungen gar nicht möglich ist.
„Der Netzbetreiber ist zur Überwachung und Instandhaltung von Abwasserkanälen und zugehörigen Schächten verpflichtet. Dies stellt viele Kommunen vor große Aufgaben, die kostengünstig angegangen werden müssen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, schnelle und einfache Systeme der Sanierung von Kanälen zu entwickeln", erklärt Inhaber Ulrich Rotte.
Bundesweit werden derzeit ca. 10 Mio. Schächte bei einer Gesamtleitungslänge an Grund- und Anschlusskanälen von knapp 2 Mio. Kilometer betrieben.


Sanierungsroboter HSR
Die neu entwickelten Verfahren ermöglichen die grabenlose Sanierung, die Reparatur bzw. Renovierung der Leitungen von innen. Der Roboter zur grabenlosen Kanalsanierung auf Basis der Hutprofiltechnik zeichnet sich gegenüber bereits im Markt bestehenden Lösungen durch besonders große Einbautiefen bei gleichzeitig schnellen Sanierungszeiten aus. Eine Frontkamera wird sowohl für die erste Positionierung als auch für Abnahmeaufnahmen genutzt. Die Steuerung ist in der Lage, alle wichtigen Sanierungsparameter mitzuschreiben und zur Verfügung zu stellen. Somit ergeben sich neben der schnellen Sanierung ein Einbauprotokoll und das Prüfvideo nach der Sanierung in einem Schritt. Diese hochtechnologische Entwicklung bietet dem Anwender und dem Netzbetreiber sowohl signifikante technische als auch große wirtschaftliche Vorteile. Das Unternehmen Rotte hat einen wachsenden Markt für sich durch neue Produkte erschlossen. Im Bereich der Kanalsanierung kommen auf die Kommunen große Aufgaben zu, da sind neue, kosten- und zeitgünstige Systeme sehr gefragt", erläutert Bürgermeister Michael Dreier. Bei der Entwickelung von neuen Systemen legt die Firma Rotte großen Wert auf integrative Arbeit. Seit einem Jahr besteht zwischen dem Unternehmen und der Hauptschule Niederntudorf/Wewelsburg eine Kooperation, die es Schülern ermöglicht, nach der Schulzeit die Arbeit des Unternehmens kennenzulernen. In einem Rhythmus von sechs Wochen besuchen zwei Schüler in ihrer Freizeit das Unternehmen und arbeiten an unterschiedlichen Projekten mit. Ein Schüler, der im vergangenen Jahr diese Wochenpraktikas genutzt hat, konnte im Sommer als Auszubildender im Betrieb anfangen. Das Engagement, das das Unternehmen Rotte in die Ausbildung und in das Projekt der Wochenpraktikas steckt, ist beachtlich. Ich freue mich sehr, dass durch diese Kooperation den Jugendlichen ein Einblick in die Praxis eines Unternehmens gegeben wird", so Bürgermeister Michael Dreier. Auch Matthias Hartmann von der Hauptschule Niederntudorf/Wewelsburg lobt den Einsatz und unterstreicht den großen Lernwert und die Praxiserfahrungen der Schüler.










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