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CONDOR: Vom Garagentüftler zum erfolgreichen Medizintechnik- Produzenten

CONDOR: Vom Garagentüftler zum erfolgreichen Medizintechnik- Produzenten

Ludwig Bewermeier (Stadt Salzkotten), Edmund Menne (METAWE), Brigitte Kesternich (Stadtrat), Ulrich Berger (Stadt Salzkotten), Bürgermeister Michael Dreier, Gerhard Eikel (Stadtrat), Michael Sprink (Stadtrat), Hermann-Josef Schulte (HJS und CONDOR), Maria Schulte (HJS und CONDOR) und Anne Birkelbach (Stadtrat).

Kommunalpolitiker werfen einen Blick hinter die Kulissen innovativer OP-Technik aus Salzkotten

Vom Garagentüftler zum weltweit agierenden Hersteller innovativer Operationsgeräte: Hermann-Josef Schulte hat es mit seiner CONDOR GmbH Medicaltechnik innerhalb von gerade einmal 12 Jahren geschafft, sich auf den internationalen Märkten als einer der führenden Hersteller für medizinische OP-Instrumente durchzusetzen. Das seit 2002 in Salzkotten ansässige Unternehmen zählt heute zu den renommiertesten Adressen in diesem Bereich: Grund genug für Bürgermeister Michael Dreier und zahlreiche Ratsmitglieder, im Rahmen einer neuen Veranstaltungsreihe „Rat trifft Unternehmen“ einen Blick hinter die Kulissen von „OP-Technik made in Salzkotten“ zu werfen.

Bei CONDOR entwickelte und produzierte medizinische Instrumente werden in Universitätskliniken, Krankenhäusern und Kliniken in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und im Nahen Osten eingesetzt. Operateure in der Berliner Charité wie im Tokioer Universitätsklinikum verzichten ebenso wenig auf diese Qualitätsprodukte, wie ihre Kollegen in der medizinischen Hochschule Hannover oder in der Unfall-und Orthopädieklinik Brig in der Schweiz. Im Fokus stehen Wundspreizersysteme für die unterschiedlichsten Operationsformen. Spezialgeräte, wie bipolare Scheren für Chirurgen oder Präzisionsinstrumente für Schilddrüsenoperationen, stehen beispielhaft für ein stetig wachsendes Produktspektrum, das Hermann-Josef Schulte zusammen mit seiner Frau und Mitarbeitern den Gästen aus der Kommunalpolitik vorstellte.

Begonnen hatte die Erfolgsgeschichte 1997 in einer kleinen Garage in Bentfeld. Dort wurde die Idee zur Entwicklung von hochpräzisen OP-Geräten in die produktive Tat umgesetzt. Einer der ersten, der mit Hermann-Josef Schulte kooperierte, war Prof. Schmidt, Chefarzt der Allgemeinchirurgie des St. Vincenz-Krankenhauses in Paderborn. „Besser sein als andere“ leitete als Prinzip das Handeln von Anfang an. Als gelernter Werkzeugmacher und Ehemann einer Krankenschwester brachte Hermann-Josef Schulte das notwendige Know-how und Fingerspitzengefühl dafür mit. An genügend Platz für die Umsetzung mangelte es aber. So musste die im Zusammenhang mit der Gerätefertigung benötigte Drahterodiermaschine in der Scheune eines Freundes untergebracht werden, während die damalige Mietwohnung schon mal als Montagestätte herhalten musste.

Seit 2002 ist Bentfeld als Unternehmensstandort Vergangenheit. Aus dem kleinen Garagenbetrieb ist ein innovatives Unternehmen mit 16 Mitarbeitern, modernsten Geräten und Technologien sowie einer eigenen Produktionsfirma (HJS) geworden. Den Wechsel von Bentfeld nach Salzkotten haben Hermann-Josef Schulte und sein Team nicht bereut: „Salzkotten bringt ideale Voraussetzungen mit. Dazu gehören gute Verkehrsanbindungen zur Straße und zur Luft ebenso wie die Nähe zur Universität Paderborn, mit der wir eng zusammenarbeiten.“ Auch Politik und Verwaltung durften sich über positive Worte freuen. „Eine gute Zusammenarbeit“ bescheinigte der erfolgreiche Unternehmer Rat und Verwaltung. Was er bemängelt, ist nach wie vor die fehlende ICE-Anbindung der Region. „Aber das gehört auf andere Schreibtische ...“

Produziert und gefertigt wird heute in der Franz-Kleine-Straße in Salzkotten. Von hier aus wird auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern gesteuert. Dazu gehört unter anderem die gleichfalls von Rat und Bürgermeister besuchte Firma METAWE, ein Präzisions-, Werkzeug- und Vorrichtungsbauhersteller. Herr Menne ist mit seinem Unternehmen METAWE in der Branche bundesweit als Problemlöser bekannt ist. „Für uns ist METAWE eine verlängerte Werkbank“, erklärt Hermann-Josef Schulte, wobei man diese Feststellung ganz wörtlich nehmen kann: Der Zulieferer ist über einen Zugang direkt aus dem CONDOR-Gebäude heraus erreichbar.

Nähe spielt im Geschäftsmodell von CONDOR überhaupt eine bedeutsame Rolle. Hier geht es allerdings vornehmlich um die Nähe zu den Kunden. Vertrieb und Consulting des Unternehmens arbeiten mit den Anwendern in den Kliniken und Krankenhäusern eng zusammen. Sie begleiten den Einsatz in beratender Funktion – und nehmen Anregungen und Wünsche aus der Praxis wieder mit nach Salzkotten. Diese enge Zusammenarbeit mit medizinischen Experten schafft die Voraussetzungen für Optimierung und Weiterentwicklung. „Der direkte Kontakt zu unseren Kunden und unser hoher Qualitäts- und Fertigungsstandard sind wichtige Säulen unseres Erfolgs“, erklärt auch Firmengründer Hermann-Josef Schulte.

Genau diesen direkten Draht schätzt auch Bürgermeister Michael Dreier, der sich mit dem Rat über den gelungenen Auftakt der Veranstaltungsreihe freut. Die Ratsmitglieder zeigten sich von dem Know-how, das hinter dem Namen CONDOR steht, beeindruckt. „Ich hätte nicht gedacht, dass solche Systeme in Salzkotten hergestellt werden“, erklärte ein Ratsmitglied.

Das Resümee des Abends lautete einstimmig: „Das sollten wir öfter machen“, so auch Bürgermeister Michael Dreier.











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