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Auszubildende von Westfalen Weser Netz halfen bei Restaurierung von Wasserkraftmühle in Salzkotten-Verne

Auszubildende von Westfalen Weser Netz halfen bei Restaurierung von Wasserkraftmühle in Salzkotten-Verne

Projekt geglückt: Die Verantwortlichen waren auch von den „historischen Fähigkeiten" der Azubis der Westfalen Weser Energie-Gruppe beeindruckt (v. l.): Azubi Marc Schieck, Andreas Speith, Geschäftsführer Westfalen Weser Netz, Michael Schimming, Vorstandsmitglied im Förderverein, Ulrich Berger, Bürgermeister Salzkotten, und Klaus Ellermann, Vereinsvorsitzender.

Schäfermeiers Mühle im Salzkottener Ortsteil Verne ist etwas Einmaliges in Ostwestfalen-Lippe. In dem historischen Gebäude (1819) sind drei verschiedene Maschinen unter einem Dach vereint: Mühlenrad mit angeschlossener Turbine, ein Mahlwerk über drei Stockwerke und ein Sägewerk. Eine zentrale Einheit konnten jetzt auch acht Auszubildende von Westfalen Weser Netz dazu beisteuern. Sie haben eine über 100 Jahre alte Schalttafel der elektrischen Anlage im Rahmen eines Sonderprojekts in ihrer Ausbildung komplett restauriert.

Mit dem aus Wasserrad und Gleichstromgenerator erzeugten Strom wurden nicht nur Mahlwerk und Sägewerk angetrieben, sondern später auch das damalige Dorf Verne versorgt. „Das erste Licht brannte selbstverständlich in der Kirche. Auf die Glühlampen in den Haushalten und die Akkus in der Mühle wurde der Strom mithilfe der Schalttafel verteilt", erläutert Michael Schimming, Vorstandsmitglied im Förderverein, zu dem die historische Mühle von 1819 gehört.

Die Schalttafel aus Marmor war allerdings mittlerweile vom Zahn der Zeit zernagt und nicht mehr funktionstüchtig. Sie sollte wieder in möglichst originalgetreuen Zustand mit Widerständen, Schaltern, Spannungs- und Strommessinstrumenten sowie Sicherungen versetzt und in Gang gesetzt werden. Als die Verantwortlichen in der Ausbildungswerkstatt von Westfalen Weser Netz in Paderborn davon hörten, sagten sie Hilfe zu. „Die Restaurierung dieses historischen Schmuckstücks konnten wir gerade passend als Sonderprojekt in den Ausbildungsplan für ein Ausbildungsjahr einbauen. Es ist durchaus sinnvoll, wenn die jungen Kolleginnen und Kollegen sich auch mit älteren und ursprünglichen Techniken auseinandersetzen. Davon kann man nur lernen", erinnert sich Andreas Speith, Geschäftsführer Westfalen Weser Netz, an seine eigene Ausbildungszeit. „Außerdem konnten sie dabei auch andere handwerkliche Fähigkeiten ausprobieren."

Es ging nämlich nicht darum, Leitungen neu zu verlegen und anzuschließen. Die Tafel selbst und die Messinstrumente waren beschädigt. „Wir haben zunächst einmal die Marmortafel geklebt. Danach wurden die Skalen und die Gehäuse der Messinstrumente gereinigt. Dann haben wir die meisten Zeiger von den Messinstrumenten nachgebaut, weil sie verrostet und gebrochen waren. Das war für uns alle eher ungewohnte Arbeit, aber es war eine Abwechslung und hat sehr viel Spaß gemacht", erzählt Marc Schieck, Azubi bei Westfalen Weser Netz stellvertretend für die Kolleginnen und Kollegen über ihren Ausflug in die Geschichte auch ihres eigenen Berufs.

Die angehenden ElektronikerInnen für Betriebstechnik haben das alles so gut hinbekommen, dass nicht nur die Mühlenbesitzer ganz begeistert waren. Auch Salzkottens Bürgermeister Ulrich Berger war voll des Lobes für die jungen Leute. Er hat sich die wieder in Stand gesetzte Schalttafel vor Ort selbst angesehen. „Alle Achtung, davor ziehe ich meinen Hut. Eine so alte Einheit wieder so detailgetreu in Gang zu bringen als wäre sie gerade erst gekauft worden, ist ein echtes Kunststück. Das zeigt mir mal wieder, dass junge Menschen mit Neugier und Begeisterung sehr viel bewegen können. Und ich meine, das Ergebnis ist auch ein Beweis für die fundierte Ausbildung bei Westfalen Weser Netz."

Als „Belohnung" gab es für die Azubis eine ausführliche Führung durch die gesamte Mühle und ihre Geschichte mit umfangreicher Bewirtung.







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