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Kinder erleben Demokratie

Kinder erleben Demokratie

Sichtbarer Erfolg: Das von den Kindern gewünschte Parkplatzschild hängt an dem von ihnen selbst bestimmten Platz. Darüber freuen sich auch Salzkottens Bürgermeister Ulrich Berger, der das Schild vorbeibrachte, und Leiterin Kathrin Peitz.

Im Kindergarten St. Petrus haben die Mädchen und Jungen Mitspracherecht

Die Demokratie hat es derzeit nicht leicht, wie einige Gesetze, Wahlen und Abstimmungen in der jüngeren Vergangenheit gezeigt haben. Wie wichtig Demokratie aber ist und was sie für das Funktionieren einer Gesellschaft bedeutet, das erfahren die 39 Mädchen und Jungen des katholischen Kindergartens St. Petrus Upsprunge ganz direkt. Dort werden regelmäßig Konferenzen einberufen, bei denen die Kinder über Regeln abstimmen dürfen, die sie selbst betreffen.

„Wir leben Demokratie", beschreibt Leiterin Kathrin Peitz diesen Ansatz. Sie berichtet, dass die Kinder viel mehr bei der Sache seien, wenn sie die Regeln selber erarbeiten dürften.  Thema der Kinderkonferenzen waren etwa Regeln für den Bauraum oder die Toiletten. Eine ganz besondere Erfahrung machten die Mädchen und Jungen wie auch das siebenköpfige Team kürzlich, als es um die „Parksituation auf dem Spielplatz" ging. Da schaltete sich sogar Salzkottens Bürgermeister Ulrich Berger ein.

Was war passiert? Die alten Regeln für die Rutschautos und Trampeltrecker griffen nicht mehr, nach der Benutzung ließen die Kinder sie oft einfach auf dem Weg stehen statt sie ins „Parkhaus" zu bringen. Aus diesem Grund beriefen die Erzieherinnen eine Kinderkonferenz im Turnraum ein. Für die Kinder stand schnell fest: „Wir wollen auch ein Parkplatzschild so wie die Erwachsenen!"

Das sahen auch die Erzieherinnen so; allerdings musste noch geklärt werden, wie man an so ein Schild kommen könnte. Vier Möglichkeiten standen zur Wahl: Basteln, mit der Flex aus Metall schneiden oder den Bürgermeister fragen, ob er ein altes hat... Darüber stimmten die Kinder ab, in dem sie Murmeln in kleine Körbchen warfen. Weil sie natürlich noch nicht lesen können, malten die Erzieherinnen die jeweilige Möglichkeit auf. Es gewann mit großer Mehrheit die Bürgermeister-Option. Daraufhin riefen die Schulkinder den (von den Erzieherinnen vorgewarnten) ersten Bürger von Salzkotten an, der auch prompt ein altes Parkplatzschild vorbei brachte. Gemeinsam mit den erstellten Regeln wurde es am Fahrzeughäuschen auf dem Spielplatz aufgehängt. Auch über diesen Ort hatten die Kinder natürlich demokratisch abgestimmt. Seitdem werden die Regeln eingehalten und die Fahrzeuge stets ordentlich zurückgestellt.

„Die Kinder können so einen Teil ihrer Lebenswelt mitgestalten", fasst Kindergarten-Leiterin Kathrin Peitz zusammen. Das stärke auch ihr Selbstbewusstsein. Das Team des Kindergarten St. Petrus plant weitere Schulungen und Fortbildungen zur Partizipation, um das Thema noch weiter in der Einrichtung zu verankern.

 




So geht Demokratie: Weil die Kinder nicht lesen können, malten die Erzieherinnen die Möglichkeiten auf. Mit 15 Stimmen gewann die Option „Bürgermeister fragen" (Rathaus) vor Metall-Sägen und Basteln mit jeweils 9 Stimmen.







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