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"Lichtblick - Kultur trifft Leerstand" - Dokumentation
"Lichtblick - Kultur trifft Leerstand" - Dokumentation
Besonders die Innenstädte kleinerer Kommunen stehen vor der großen Herausforderung, die Attraktivität in der Innenstadt zu erhalten und auszubauen. Viele Städte kämpfen mit Leerstandsproblemen und arbeiten an innovativen Projekten, um die leeren Räume neu zu füllen. Das Projekt „Lichtblick - Kultur trifft Leerstand" machte zum einen auf die Leerstände aufmerksam und bot gleichzeitig ein umfangreiches Kulturprogramm.
Mit einem musikalischen Auftakt startete das Projekt im Juni an dem ältesten Haus der Stadt Salzkotten, das gegenwärtig eine neue Nutzung sucht. Zahlreiche Veranstaltungen folgten. Im Juli fand ein Zimmertheater in einem ehemaligen Raumausstattungsgeschäft statt, der Dirigent und Pianist Justus Frantz kam zu einer Autorenlesung, eine Lesung aus Heinrich Heines „Deutschland, ein Wintermärchen" und ein musikalischen Frühschoppen mit der Jazz-Band „Be three Factory" wurden präsentiert. Bei einem Tanzworkshop in einem ehemaligen Lampengeschäft waren die Salzkottener Bürger eingeladen mitzumachen.
Nach einer kleinen Sommerpause ging im September das Kulturprogramm in die zweite Runde. In Kooperation mit den Westfälischen Kammerspielen aus Paderborn fand ein Chansonabend und ein Theaterstück statt. Es folgte eine Matinee im ehemaligen Feuerwehrturm mit dem Chor der Danzdeel und eine Kneipenlesung als bierbegleitende Literatur. Den Abschluss im Monat September machte eine Großveranstaltung. In einem Einkaufszentrum in der Innenstadt fand ein klassisches Konzert statt. 500 Besucher erlebten einen unvergesslichen Abend, bei dem sich die Geschäfte des Einkaufszentrums vor dem Konzert durch eine kreative Modenschau präsentierten. Im Oktober erlebten die Salzkottener die Ohrenspitzer Bande mit einem Live-Hörspiel und in einem ehemaligen Fitnessstudio, das durch das Projekt neu vermietet werden konnte, eine Comedy-Veranstaltung.
Ende Oktober fand dann die letzte Veranstaltung im Projekt „Lichtblick - Kultur trifft Leerstand" statt. Nach einem offiziellen Abschluss der Projektes wurde im Rathaus der Stadt Salzkotten zunächst eine Ausstellung zu dem Kunstprojekt „Salzkotten für Alle" eröffnet. Im Anschluss wurde als letzte kulturelle Veranstaltung ein Konzert des ungarischen Violinenvirtuosen József Lendvay präsentiert.
Parallel zu dem Kulturprogramm fand im Rahmen von „Ab in die Mitte" ein Kunstprojekt mit dem Paderborner Künstler Manfred Webel statt. Alle Salzkottener wurden aufgerufen, sich an einem Kunstwettbewerb zu beteiligen. Salzkotten hat, wie der Name bereits zeigt, seinen Ursprung in der Salzproduktion. Bei dem Kunstwettbewerb wurde zu einer Gestaltung von Salzpäckchen aufgerufen. Insgesamt wurden 1.190 Vorschläge eingereicht. 19 Preisträger wurden von einer Jury bestimmt, die Gewinner konnten dann in einem Workshop die Entwürfe weiter ausarbeiten. Die Ergebnisse des Wettbewerbs und des Workshops werden im Stadtgebiet ausgestellt.
Aus der Idee „Lichtblick - Kultur trifft Leerstand" ist ein großer Kultursommer mit insgesamt 14 Veranstaltungen geworden. Neben den kulturellen Highlights konnten wir aber auch viele alte und neue Orte und Räumlichkeiten kennenlernen. Die Attraktivitätssteigerung der Leerstände war der zentrale Gedanke hinter dem Projekt.
Nach vielen Veranstaltungen können wir mit guten Gewissen sagen: wir haben unser Ziel erreicht. Von den acht Leerständen, die zu Veranstaltungsorten wurden, haben sieben eine neue Nutzung oder eine Zwischennutzung gefunden.
Das Interesse war geweckt. So fanden Salzkottener Unternehmen eine neue Fläche, auf die sie vorher nicht aufmerksam geworden waren. Wie viele ehemalige Leerstände nun dauerhaft eine neue Nutzung gefunden haben, wird sich zeigen. Aber den Aufschwung durch die Veranstaltungen und die ersten Veränderungen in der Nutzung der leer stehenden Räumlichkeiten lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken.

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