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Auftakt zum Jubiläumsjahr
Auftakt zum Jubiläumsjahr
Franziskanerinnen feiern Festgottesdienst
Mit einem Festgottesdienst in der Mutterhauskirche der Franziskanerinnen Salzkotten begann am Samstag das Jubiläumsjahr „150 Jahre Franziskanerinnen Salzkotten". Der Paderborner Weihbischof Matthias König feierte zusammen mit Weihbischof Dr. Josef Voß aus Münster, sechs weiteren Priestern und rund 300 Schwestern und Festgästen das Pontifikalamt.
„Geborgen im Glauben - nah bei den Menschen", dieses Leitwort des Jubiläums griff Weihbischof König in seiner Predigt auf. Der Glaube stehe hier nicht zufällig an erster Stelle. „Der Glaube ist die Grundlage und Mitte Ihres Handelns. Er ist die Quelle, aus der alles andere ausfließt", so Weihbischof König. Er erinnerte an die Ordensgründerin Mutter M. Clara Pfänder, die eine Gemeinschaft gründen wollte, in der „Aktion und Kontemplation sich gegenseitig durchdringen". Bis heute würden viele Menschen durch die Schwestern erleben, „was Liebe bedeutet, die in Gottes Liebe wurzelt". Der Weihbischof nannte in diesem Zusammenhang die Dienste der Schwestern für alte und kranke Menschen sowie für Kinder und Not leidende Menschen in Afrika und Asien.
Die Historiker und Publizisten Dina von Faassen und Roland Linde gaben im Anschluss an den Gottesdienst eine Einführung zu der von Ihnen konzipierten Ausstellung zur Geschichte des Ordens. 26 Ausstellungstafeln mit Bildern und Texten sowie mehrere Ausstellungsstücke geben Einblicke in die bewegte Geschichte der Kongregation von 1860 bis heute. „Mit dieser Ausstellung möchten wir alle Gäste, Freunde und Bekannte teilhaben lassen am Leben und Wirken der Franziskanerinnen Salzkotten", erläutert Schwester M. Hildegarde Voß, Provinzoberin.
„Die Franziskanerinnen prägen entscheidend das Leben und den Glauben in Salzkotten. Für Ihren Einsatz und Ihr Engagement in unserer Sälzerstadt danke ich Ihnen herzlich" so Bürgermeister Michael Dreier bei der Gratulation zum Jubiläum der Kongregation der Franziskanerinnen.
Roland Linde beschrieb die Anfänge der Kongregation 1859 in Olpe und die offizielle Gründung mit der Anerkennung der Ordensregel durch Bischof Konrad Martin am 30. Oktober 1860. Die Franziskanerinnen Salzkotten seien in einer Zeit des „Klosterfrühlings" entstanden, in der vor allem Frauenorden für eine Wiederbelebung des Lebens in geistlichen Gemeinschaften gesorgt hätten.
Dina van Faassen beschrieb „mit welch bemerkenswerter Energie" die junge Ordensgemeinschaft Waisenhäuser, Kindergärten und Schulen aufgebaut habe. Nachdem den Orden durch die preußischen Kulturkampfgesetze die Erziehungstätigkeit verboten worden sei, hätten sich die Dienste mehr auf die ambulante und stationäre Krankenpflege konzentriert. In beiden Weltkriegen hätten die Schwestern vielfach Lazarettdienste übernommen und die Verwundeten auch an der Front gepflegt.
„Das Archiv der Franziskanerinnen Salzkotten im Mutterhaus enthält eine Fülle historisches Material", erklärte Dina van Fassen. Ein Teil davon konnte für die Ausstellung ausgewertet und damit zugänglich gemacht werden. Die Ausstellung im Mutterhaus an der Paderborner Straße kann nach vorheriger Anmeldung unter Telefon 0 52 58 - 98 85 in Gruppen besichtigt werden.
Das Programmheft mit allen weiteren Veranstaltungen des Jubiläumsjahres liegt in vielen katholischen Kirchengemeinden und öffentlichen Einrichtungen aus. Es kann außerdem auf der Internetseite der Franziskanerinnen Salzkotten herunter geladen werden: www.franziskanerinnen-salzkotten.de

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