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Salzkotten besucht die Partnerstadt Brüssow zum 750-jährigen Stadtjubiläum
Salzkotten besucht die Partnerstadt Brüssow zum 750-jährigen Stadtjubiläum
Enthüllung des Kütfelsens als besonderes Gastgeschenk aus Salzkotten.
Im Rahmen des 750-jährigen Jubiläums der Stadt Brüssow besuchten über 50 Salzkottener Bürger die Stadt in der Uckermark.
Vor 750 Jahren, im Jahr 1259 verlieh der Ritter Heinrich von Stegelitz der Stadt die Magdeburger Rechte. Eine strategische Position nahm Brüssow durch die Lage an der Straße Magdeburg-Berlin-Stettin ein.
Nach der Wiedervereinigung wurde in Brüssow das
städtische Amt aufgebaut und Klaus Wellmann zum Bürgermeister von Brüssow gewählt. Er suchte in der Zeit in Nordrhein-Westfalen eine mittelständische Stadt, die Brüssow beim Aufbau der Verwaltungsstrukturen unterstützen konnte. So wurden bereits 1991 die ersten Kontakte zur Sälzerstadt hergestellt.
Nach einigen Besuchen in Salzkotten und Brüssow wurde in den beiden Stadträten die Besiegelung einer Städtepartnerschaft beschlossen. Die Partnerschaftsurkunde wurde am 16. September 1993 in Brüssow und im Rahmen des Martini Festes am 04. November 1993 in Salzkotten unterzeichnet.
Bürgermeister Michael Dreier und Bürgermeister Michael Rakow aus Brüssow
In den bereits 16 Jahren der Freundschaft zwischen den Städten entstanden enge Beziehungen zwischen der Freiwilligen Feuerwehr der Städte und zwischen der Singegemeinschaft Brüssow und der Singgemeinschaft aus Salzkotten. Aus der Freundschaft der Feuerwehren entstand ein besonderes Geschenk. 1992 überraschte Brüssow die Salzkottener, als der Feuerwehr das russische Wassertransportfahrzeug Kamaß mit 7.000 l Inhalt, der sog. „Büffel", geschenkt wurde, der bis 2007 seinen Dienst bei der Feuerwehr Verne tat und von den Feuerwehrleuten immer wieder bestaunt wurde. Im Gegenzug erhielt die Brüssower Feuerwehr ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr aus Niederntudorf. Das Feuerwehrauto ist noch fahrtüchtig und unterstützte das Bild der Partnerstadt Salzkotten im großen Festumzug am Jubiläumswochenende. Am Samstag, dem 04.07.09, stellte der Festumzug die 750-jährige Geschichte der Stadt Brüssow dar und war der Höhepunkt zum Jubiläum der Stadt. Die ersten Gruppen zeigten die Verleihung der Stadtrechte im Mittelalter. Außerdem wurden den Dreißigjährigen Krieg, die preußischen Reformen, die Kaiserzeit, die Weltkriege und die sowjetische Besatzung dargestellt. Auch an die DDR-Geschichte wurde erinnert. So zogen Pioniere und FDJler mit Fahnen durch die Straßen. Die Wiedervereinigung und die Rückkehr zum Bundesland Brandenburg, nach 40-jähriger Zugehörigkeit zum Kreis Pasewalk in Mecklenburg- Vorpommern, gehörten zu den Bildern des Umzuges.
In den Bildern der heutigen Zeit war auch Salzkotten als Partnerstadt vertreten. Schützen, Ratsherren, die Singgemeinschaft und die Feuerwehr stellten unterschiedliche Vereine und Gruppen unserer Sälzerstadt dar.
Die mehr als 50 Salzkottener Bürger konnten durch den Besuch des Festwochenendes die deutsche Partnerstadt Salzkottens noch besser kennenlernen. „Ich freue mich sehr, dass wir mit so vielen Salzkottener Bürgern Brüssow zum 750-jährigen Jubiläum besuchten und danke dem Bürgermeister Michael Rakow und dem Amtsdirektor Detlev Neumann herzlich für die Einladung", so Bürgermeister Michael Dreier bei der Festrede zum Stadtjubiläum.
Viele Freundschaften zwischen Ost- und Westdeutschland sind in der Zeit seit der Wiedervereinigung entstanden. Bürgermeister Michael Dreier verdeutlichte, dass die Partnerschaft der Städte ein Baustein der Verbindungen zwischen Ost und West sind und, nach den Worten der Partnerschaftsurkunde, das Verständnis füreinander im vereinigten Deutschland stärken und einen Beitrag zu einem guten Miteinander der Menschen in Einigkeit, Recht und Freiheit leisten soll.
Als symbolisches Zeichen schenkte Salzkotten der Stadt Brüssow zum Jubiläum einen Kütfelsen als einzigartiges „Geschichtsbuch" aus Salzkotten. Der Stein zeigt die Wappen der Partnerstädte, den die heimische Bildhauerin Tanja Rademacher bearbeitet hat.
Brüssow gehört mit ca. 5.300 Einwohnern zum Kreis Uckermark im Nordosten Brandenburgs. Der Ort, nahe der Kreisstadt Prenzlau, ist Verwaltungssitz des Amtes Büssow, zu dem auch die Gemeinden Carmzow-Wallmow, Göritz, Schenkenberg und Schönfeld zählen. Die Stadt Brüssow erstreckt sich auf einer Fläche von 21.701 ha und ist stark landschaftlich geprägt. Die Region ist dünn besiedelt, Brüssow weist nur 20 Einwohner pro Quadratkilometer auf. Touristisch bietet Brüssow einen Badesee mit Freilichtbühne, der in die schöne Landschaft der Uckermark eingebettet ist. Weitere Informationen unter
www.amt-bruessow.de.