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"Wir machen weiter für Mathias" - Typisierungsaktion läuft wie geplant

"Wir machen weiter für Mathias" - Typisierungsaktion läuft wie geplant

Mathias
Kreis Paderborn (krpb). Mathias hat den Kampf verloren. Die Leukämie war stärker. Noch im November vergangenen Jahres hatte der 29jährige Steinhäuser große Pläne. Er wollte in die USA reisen. Und er hatte sich so sehr auf seinen 30. Geburtstag gefreut, den er nicht mehr erleben durfte. Mathias starb am 16. Januar, knapp zwei Monate nach der Diagnose Leukämie, auch bekannt als Blutkrebs. Doch die Initiativgruppe „Hilfe für Mathias und andere“, Schirmherr Landrat Manfred Müller und die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei machen trotzdem mit ganzer Kraft weiter. „Wir brauchen potenzielle Spender, um jenen zu helfen, die noch kämpfen“, sagt Landrat Manfred Müller. Im Sinne von Mathias wird deshalb die Typisierungsaktion am Samstag, den 27. Januar 2007 in der Grundschule Steinhausen von 10:00 Uhr – 16:00 Uhr wie geplant stattfinden.

Bis zuletzt hat sich Mathias gewünscht, dass es weiter geht, auch wenn er es selbst nicht schaffen sollte. Er wollte damit allen anderen Leukämie-Patienten, die einen Spender suchen, neue Hoffnung geben. Mathias selbst war regelmäßiger Blutspender und hatte sich bereits vor Jahren typisieren lassen.

Die Initiativgruppe, Schirmherr Landrat Manfred Müller und die DKMS möchten Mathias diesen letzten Wunsch erfüllen. Auch die Familie des Steinhäuser möchte, dass es weiter geht: „Es gibt uns Kraft, wenn wir erleben, wie viele Menschen helfen, Mathias` Kampf fortzusetzen, erklärt sein Cousin, Markus Siedhoff. „In Mathias`Schicksal spiegelt sich die Gründungsgeschichte der DKMS wieder“, erklärt Ingrid Seipolt, Aktionsbetreuerin der DKMS.

„Als die Leukämie-Patientin Mechthild Harf 1991 starb, standen die Familien und Freunde auch vor der Frage: Aufhören oder Weitermachen“, erzählt Seipolt. Sie hätten sich fürs Weitermachen entschieden. Aus dieser Privatinitiative entwickelte sich die DKMS, die heute mit über 1,4 Millionen registrierten Spendern bisher schon über 10.000 Mal Menschen die Chance auf ein neues Leben gegeben hat.

Mathias ist tot. Nun kämpfen seine Familie und eine ganze Region für ihn weiter. Bereits 40.953,19 Euro an Spenden sind bereits für die Typisierungsaktion zusammen gekommen. Denn das Blut zu untersuchen, ist ein aufwendiges Verfahren. Nicht die Blutgruppe zählt, sondern die Gewebemerkmale des Bluts müssen übereinstimmen, um das lebensrettende Knochenmark, das keinesfalls mit Rückenmark verwechselt werden sollte, spenden zu können. Der erste Schritt ist aber erst mal die Blutabnahme und –untersuchung. „Unser Ziel ist es, für jeden Erkrankten einen passenden Spender zu finden“, erklären die Verantwortlichen.

Wer also helfen und vielleicht schon bald einem Menschen das Leben retten möchte, sollte am Samstag, den 27. Januar von 10:00 Uhr – 16:00 Uhr in die Grundschule Steinhausen in der Schulstraße in Büren-Steinhausen kommen. Am Aktionstag beteiligen kann sich jeder zwischen 18 und 55 Jahren, der in guter gesundheitlicher Verfassung ist. Ganz wichtig auch: Niemand muss befürchten, seine Untersuchung bezahlen zu müssen. Wichtig sind in erster Linie das Kommen und die Blutabnahme. Selbstverständlich zählt aber auch jeder Cent, denn die Registrierung und Typisierung eines Spenders kostet die DKMS 50 Euro und wird von den Krankenkassen nicht erstattet.

Wer spenden möchte: Spendenkonto: 160 030 30, Sparkasse Paderborn, BLZ 472 501 01, Stichwort: „Hilfe für Mathias und andere".








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