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Kostenloser Frauenkurs für Mütter mit Migrationshintergrund im angehenden Familienzentrum Kuhbusch in Salzkotten
Kostenloser Frauenkurs für Mütter mit Migrationshintergrund im angehenden Familienzentrum Kuhbusch in Salzkotten
Ein gemeinsames Ziel verbindet die jungen Frauen und führt sie wöchentlich in Salzkotten zusammen: In bekannten Räumlichkeiten und gewohnter Umgebung die deutsche Sprache zu erlernen und Hemmschwellen im Alltag zu überwinden.
Die Hilflosigkeit an der Kasse im Supermarkt oder im Restaurant, Verständigungsprobleme beim Arzt oder an der Bushaltestelle sollen schon bald der Vergangenheit angehören. Ehefrauen und Müttern kommt nachweislich eine Schlüsselfunktion für den Verlauf und das Gelingen der Integration von Familien mit ausländischer Herkunft zu. Eine verbindende Kommunikation ist ohne Sprachkenntnisse jedoch nicht möglich.
Ausgehend von dieser Erkenntnis und aufgrund guter Erfahrungen im Kreisgebiet gab der Kreis Paderborn jetzt auch in Salzkotten den Anstoß, fremdsprachigen Müttern Hilfe und Unterstützung in Form eines so genannten Frauenkurses zu bieten.
Der Kindergarten Kuhbusch, die Stadt Salzkotten, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie das Kolpings-Bildungswerk, welches das Konzept lieferte, machen sich stark, um den jungen Frauen im Rahmen des 20-stündigen themenbezogenen Kurses das nötige Handwerkszeug für einen weiterführenden Integrationskurs zu liefern und jungen Familien den Einstieg in ihren Alltag in Deutschland zu erleichtern.
Im angehenden Familienzentrum Kuhbusch in Salzkotten nutzen bereits 12 Teilnehmerinnen das kostenlose Angebot für Frauen mit Migrationshintergrund. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Sprachkenntnissen. Im anspruchsvollen Konzept heißt es dazu: „Migrationserfahrungen der Frauen in Bezug auf Generationskonflikte, veränderte Frauenbilder, Rollenverhalten, Leben zwischen zwei Kulturen, Trennungs- und Verlusterfahrungen etc. werden aufgearbeitet, Unterstützung vermittelt und Beratungsmöglichkeiten bei Problemen aufgezeigt. Rollenverständnisse werden reflektiert, Lebensentwürfe thematisiert und Orientierungen für die weitere Lebensplanung ermöglicht“.
Kurzum: Ein umfassender Ansatz, der auch zum umfassenden Konzept des Familienzentrums passt. Denn Kinder individuell fördern, Familien umfassend beraten und unterstützen lautet schließlich das Ziel der angehenden Familienzentren. Das Kreisjugendamt begleitet und unterstützt sie auf diesem Weg. Neben Erziehung, Betreuung und Bildung von Kindern übernehmen die künftigen Familienzentren auch eine umfassende Familienförderung in Kooperation mit anderen Akteuren vor Ort. Auch der Kindergarten Kuhbusch hat sich dies auf die Fahnen geschrieben, um zum Knotenpunkt in einem Netzwerk für Kinder, Eltern und Familien zu werden.
„Das Angebot dieser Frauenkurse ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung; ein Baustein von vielen auf dem Weg zum Familienzentrum“, erläutern die Projektverantwortlichen. Im angehenden Familienzentrum Kuhbusch sammeln junge Frauen künftig erste Erfahrungen mit der deutschen Sprache. Die inhaltliche Ausgestaltung des angebotenen Themenbereiches erfolgt in Absprache mit den Kursteilnehmerinnen. Die Kurse informieren z.B. über das deutsche Schulsystem, greifen Themen in der Kindererziehung auf und zeigen den Müttern berufliche Perspektiven auf. Die Frauenkurse orientieren sich insgesamt an der Lebenswelt von Migrantinnen und berücksichtigen deren individuelle Bedürfnisse .
Die Finanzierung der Maßnahme übernimmt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
Junge Frauen mit Migrationshintergrund, die einen solchen Sprachkurs besuchen möchten, können sich an die Stadt Salzkotten (Tel.: 05258/5071117 - Norbert Schulte), das angehende Familienzentrum Kuhbusch (Tel.: 05258/7359 – Leiterin Maria Beele-Mellies) oder die Fachstelle für Integration, angesiedelt im Fachbereich „Jugend, Familie und Sport“ des Kreises Paderborn (Tel.: 05251/308-509 – Bernhard Lünz) wenden. Denn weitere Kurse sind in Planung. Erste Interessentinnen gibt es bereits.

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