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Aktueller Standpunkt von Bürgermeister Michael Dreier - Einführung von Pastor Beisler
Aktueller Standpunkt von Bürgermeister Michael Dreier - Einführung von Pastor Beisler
liebe Schwestern und Brüder des Pastoralverbundes Heder-Gunne-Lippe,
sehr geehrter Herr Pastor Beisler,
wir dürfen heute die Einführung des neuen Pastors Beisler im Pastoralverbund Heder-Gunne-Lippe feiern. Ich freue mich, Sie in Salzkotten und im Pastoralverbund begrüßen zu dürfen.
Nach der Verabschiedung von Pastor Abeler beginnt nun eine neue Zeit für den Pastoralverbund und für die Gemeindemitglieder. Sechs Kirchengemeinden gehören dem Pastoralverbund an und werden in Zukunft durch Sie geführt.
Sechs Kirchen in den Gemeinden Holsen, Mantinghausen, Scharmede, Thüle, Verne und Verlar gilt es nun, zu betreuen, zu beraten und zu leiten.
Aber auch für alle Gemeinden in Salzkotten ist heute ein wichtiger und spannender Moment. Bis zum Jahr 2014 werden Sie die Verbünde Heder-Gunne-Lippe und Salzkotten zusammenführen.
An dieser Stelle darf ich auch die Priester aus Salzkotten, Herrn Pastor Rüsing, Herrn Pastor Krismanek und Herrn Pastor Sommer und Ihre direkten Kollegen, Herrn Pastor Kudera und Herrn Pfarrer Remmel, begrüßen.
Mit der neuen Aufgabe wird sich auch für Sie einiges verändern. Obwohl man fast davon sprechen kann, dass Sie in Ihre Heimat zurück kommen. Sie kommen gebürtig aus Rebbeke und sind somit in der direkten Nachbarschaft der Gemeinde Mantinghausen aufgewachsen. Viele Gesichter werden Sie wiedererkennen und einigen Gemeindemitgliedern sind Sie auch bereits bekannt. 1990 wurden Sie im Paderborner Dom zum Priester geweiht. Zuletzt waren Sie viele Jahre im Kreis Gütersloh in Langenberg als Pastor tätig.
Unser Pastoralverbund schließt sich mit den sechs Gemeinden zu einem Gotteshaus zusammen.
Für ein Haus bedarf es eines Architekten, der die Pläne erstellt, Bauingenieure, die die Statik berechnen und eine Vielzahl von Bauarbeitern. Häuser werden durch die gemeinsame Leistung des Bauteams erstellt.
Wir alle leben in den Gemeinden des Pastoralverbundes, zimmern an verschiedenen Ecken, renovieren und bauen um. Wir alle können das Gotteshaus „Heder-Gunne-Lippe" mit gestalten und bestimmen.
Wir sind hier Baumeister des Hauses Gemeinde, es ist unsere Entscheidung, wie das Gebäude aussehen soll, wie die Zimmer verteilt werden, wie sie eingerichtet sind.
Das Gotteshaus lebt von der Vielseitigkeit der sechs Gemeinden. Für jede ist ein Zimmer vorgesehen, das ganz individuell für die jeweilige Ortschaft eingerichtet ist. In der bunten Vielfalt schafft der Glaube und das Leben der katholischen Gemeinden die Einheit des Gotteshauses.
Und was hält dieses Haus zusammen? Ist es die Verbundenheit, ist es das Ringen um Kompromisse, um Konsens, sind es Werte?
Wir sind nicht nur die Baumeister, Innenarchitekten und Bewohner des Gotteshauses, liebe Gemeindemitglieder, wir sind auch noch der Baustoff: Steine, Mörtel und Glas. Wenn wir nicht zusammenhalten, dann stürzt das Haus ein, und das gilt für jedes Gebäude, für das reale vor mir, für das Gedankengebäude, wenn es logische Fehler hat, und natürlich auch für das Gotteshaus.
Unserem neuen Pfarrer, dem Architekten, der die Pläne zusammenhält, wünsche ich viel Kraft und viele Ideen, dass er uns Bauarbeiter und Meister zusammenhalten kann und mit uns gemeinsam das Projekt Gotteshaus „Heder-Gunne-Lippe" weiterbaut.
Warum sollen wir zusammenhalten? Nun, hier kommen unsere gemeinsamen Werte und unser Glaube zum Tragen. Uns alle verbindet der katholische Glaube, auf dieser Basis bauen wir unser Haus.
Wir tragen aber als Gemeinde auch die Verantwortung, unseren Beitrag zum Bauprojekt zu leisten. Jedes Gemeindemitglied muss das Zimmer der jeweiligen Gemeinde gestalten und gestaltet so die Gemeinschaft.
Menschen suchen die Gemeinschaft, die Geborgenheit und die Hilfe untereinander. Wir können uns auf das Miteinander verlassen.
In der Gemeinschaft tritt der Starke für den Schwachen ein: Solidarität ist es, was uns stark macht, was uns Häuser bauen lässt. Häuser, wie das Gotteshaus „Heder-Gunne-Lippe", in das ich eine starke Mannschaft ziehen sehe, die aus dem Miteinander über die Grenzen von Ortschaften hinweg lebt.
Die Basis jeder Gemeinsamkeit ist das Vertrauen. Wer gemeinsam mit vielen Gemeinden in guter Nachbarschaft leben will, muss den anderen vertrauen, sonst stimmt die Atmosphäre nicht. Dieses Vertrauen gibt es nicht als Gratisbeigabe, sondern muss erarbeitet und gepflegt werden, um wachsen zu können.
Bei unserer Baustelle Gotteshaus ist der Anfang getan, es muss aber weiterhin kräftig gearbeitet werden.
Uns allen, unserem neuen Pastor und den Gemeinderäten, wünsche ich Kraft und Zeit, um die neuen Aufgaben anzufassen. Symbolisch möchte ich Ihnen, Herr Pastor Beisler, zur Einführung eine Wasserwaage schenken. Die soll Ihnen, als Architekt des Bauwerks, helfen, die sechs Gemeinden in der Waage und im Lot zu halten.
Liebe Gemeindemitglieder, liebe Pfarrgemeinderäte, nun liegt es auch an uns, zusammen mit unserem neuen Pastor die Werkzeuge in die Hand zu nehmen und den Bau des Gotteshauses - „Pastoralverbund Heder-Gunne-Lippe" zu unterstützen.
Ich schließe mich zum Abschluss gerne den Worten von Pastor Beisler im Weihnachtsbrief an: „Gemeinsam, mit Geduld und Wohlwollen können wir gut in die Zukunft gehen!"
Ich wünsche Ihnen, Herr Pastor Beisler, eine schöne Zeit in Salzkotten und uns allen, dass der Pastoralverbund weiter wächst und für uns alle eine Gemeinschaft wird, mit der wir gut in die Zukunft gehen.

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