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Aktueller Standpunkt von Bürgermeister Michael Dreier - WDR 2 begeistert Salzkotten

Aktueller Standpunkt von Bürgermeister Michael Dreier - WDR 2 begeistert Salzkotten

Bürgermeister Dreier
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wenn man heute, nach zwei Tagen auf den WDR 2-Finaltag am Mittwoch zurückschaut, muss man überlegen, ob der WDR 2 Salzkotten verzauberte oder ob die Salzkottener nicht den WDR 2 ein ganz kleines bisschen verzaubert haben.

In den drei Wochen der Abstimmungsphase der Aktion „WDR 2 für eine Stadt" konnten so viele Stimmen gesammelt werden, dass Salzkotten es von 400 Kommunen unter die letzten zehn Finalstädte geschafft hat. Für die hohe Beteiligung, es wurden allein 9.000 Unterschriften gesammelt, möchte ich mich herzlich bedanken. Ein besonderer Dank gilt den Unternehmen, Schulen, Kindergärten und Vereinen, die aktiv für die Abstimmung geworben haben.


Am Mittwoch durften wir nun den WDR 2 auf unserem Marktplatz begrüßen. Mehr als 800 Bürgerinnen und Bürger nahmen um 10:00 Uhr die Stadtaufgabe entgegen.
Unsere Stadtaufgabe:

Die Salzkottener Bürger sollten den Marktplatz in einen Verkehrsübungsplatz verwandeln und 15 Temposünder darauf üben lassen. Die Temposünder mussten einen Bußgeldbescheid mit einem Foto mitbringen.

Dann ging es los. Der Fachbereich Stadtentwicklung zeichnete und markierte die Strecke für den Verkehrsübungsplatz. Natürlich durfte dabei auch ein für Salzkotten typischer Kreisverkehr nicht fehlen.

Die Kreiselfreunde gestalteten den Kreisverkehr als „Partnerschaftskreisel“, in dem die Partnerstädte Salzkottens dargestellt wurden. Selbst die Kütfelsen mit den Partnerschaftsschildern wurden kurzer Hand von einem heimischen Unternehmer mit dem Lkw vom Kreisel an der Wewelsburgerstraße auf den Marktplatz transportiert. Darüber hinaus wurde sogar eine Lkw-Fuhre Granitsteine zur Straßeneinfassung von einem Unternehmer, wie alle anderen Dinge, ehrenamtlich angeliefert. Baumschulen, Blumenläden und Blumenhandlungen brachten Bäume und Blumen zum Schmücken der Fahrbahnränder. Sprunghindernisse des Reitvereins begrenzten die Fahrbahn des Verkehrsübungsplatzes. Polizisten kontrollierten die Streckenführung. Die heimischen Fahrschulen begutachteten Schilder und Vorfahrtsregeln. Schulkinder und Kindergartenkinder bastelten Häuser aus Kartons, die von Salzkottener Firmen gespendet wurden.

Zur Nutzung des Verkehrsübungsplatzes wurde ganz spontan von einem weiteren Salzkottener Unternehmen Kettcars und Bobbycars von den Schulen und Privathäusern zum Marktplatz transportiert. Der Bauhof organisierte Schilder und packte kräftig mit an. Der Landesbetrieb Straßenbau steuerte funktionstüchtige Ampeln bei.

Der Marktplatz füllte sich mit Besonderheiten aus der gesamten Stadt. Ein Brunnen wurde aufgestellt, Pappschilder mit Wappen stellten die Ortsteile dar, zahlreiche historische Exponate aus dem Polizeimuseum wurden aufgestellt und vieles mehr.

Die Hilfsbereitschaft und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger waren überwältigend. Von den Kindern angefangen bis zu den Senioren waren an diesem Tag alle für unsere Stadt unterwegs. Selbst viele Firmenchefs waren kurzer Hand mit ihrem Equipment und ihrem persönlichen Hand- und Spanndienst angerückt und packten kräftig mit an. Nicht zu vergessen ist auch an dieser Stelle die Einsatzbereitschaft unserer freiwilligen Feuerwehr, die ebenfalls mit einer großen Delegation angerückt war.

Um 15:00 Uhr konnten wir die Stadtaufgabe herausragend einlösen. Auch der WDR 2 war begeistert. Der Moderator Matthias Bongard war beeindruckt von der großen Helferschar und den vielen Zuschauern am Nachmittag. Statt der 15 Temposünder kamen über 80 Knöllchensünder und mehrere 1.000 Besucher. Matthias Bongard sagte kurzerhand „Die Aufgabe ist mehr als erfüllt und gleicht einer Bewerbung zur Landesgartenschau“. Er schlug vor, den Namen Salzkotten in Raserkotten umzubenennen. Bekannterweise kam um 16:00 Uhr das Bürgermeister-Quiz an die Reihe. 10 Behauptungen, die der WDR 2 über Salzkotten aufgestellt hatte, mussten innerhalb von nur 2 Sekunden als „Richtig“ oder „Falsch“ beurteilt werden. Ich darf sagen, dass ich selten in einer so kurzen Zeit so mächtig unter Stress gestanden habe und glücklicherweise sieben Fragen richtig beantworten konnte.

Der WDR 2-Finaltag drückt das große bürgerschaftliche Engagement der Salzkottener aus. Mit einem Blick auf eines der Bilder vom Nachmittag erkennt man die Freude, die Begeisterung, den Stolz, den Zusammenhalt und den Gemeinschaftssinn. Das oft beschriebene Wir-Gefühl unter den Bürgern musste nicht ausgesprochen werden, es war zu sehen und zu hören. Immer wieder wurde von den zahllosen Helferinnen und Helfern gesagt „Wenn jeder ein bisschen mit anpackt, können wir Großes erreichen“.

Ehrenamtliche Aktionen finden in unserer Sälzerstadt Gott sei Dank immer eine breite Begeisterung. Beispielhaft möchte ich die 48- Stunden Aktion der Handwerker im Kindergarten Sälzerkrümel nennen oder das Dreckburgjubiläum im letzten Jahr. Auf diesen Zusammenhalt und das Engagement können wir stolz sein. Das macht uns als Stadt stark und einzigartig.

Diese Besonderheiten möchte ich in unserer Stadt noch deutlicher herausheben. Die Stadtaufgabe des WDR 2 stand in Verbindung zu unserem deutschen Polizeimuseum. Neben dem bundesweit einzigartigen Museum bietet unsere Geschichte das Thema Salz, die landschaftliche Einbettung der Stadt, die Quellen und das Hederquellgebiet, Potenziale, die weiter ausgebaut und vermarktet werden sollen.

Von unserem WDR 2-Tag sollen Momente festgehalten werden und durch eine neue Gestaltung des Marktplatzes in Erinnerung bleiben. Ich könnte mir eine neue Grüngestaltung, z.B. ein Beet um die Kastanie in Erinnerung an den Partnerschaftskreisverkehr, gut vorstellen.

Allen Bürgerinnen und Bürgern, Besuchern, besonders den Helfern und Temposündern danke ich herzlich. Gemeinsam haben wir einen ganz besonderen und vermutlich einzigartigen Tag erlebt.

Mein ganz besonderer Dank gilt außerdem dem WDR 2-Team um den freundlichen, sympathischen und originellen Matthias Bongard, das uns in Salzkotten einen unvergesslichen Tag geschenkt hat.

Nun bleibt zu hoffen, dass wir gemeinsam mit Ibbenbüren die Tabellenspitze möglichst lange anführen und eventuell doch noch die kleine Chance haben, den WDR 2-Tag nach Salzkotten zu holen. Betonen möchte ich abschließend an dieser Stelle nochmal, dass das gesamte Projekt ein riesiger Erfolg für unsere Stadt ist und alle Salzkottener, angefangen bei den Kindern bis hin zu den Senioren, auf diese Leistung mächtig stolz sein können.

Ich wünsche uns allen, dass wir in dieser Gemeinschaft weiter aufeinander bauen können und weitere Veranstaltungen gemeinsam gestalten. Es wird deutlich, dass der alte Sälzer Spruch „Unita durant - Einigkeit macht stark“ nicht nur in den historischen Büchern zu lesen ist, sondern durch die Bürgerinnen und Bürger getragen wird.


Ihr Michael Dreier


... Wir zeigen Herz für unsere Stadt


Weiter Informationen, einschließlich der Interviews und aller Berichterstattungen zu dem gesamten Projekt erhalten Sie im Internet unter http://www.wdr.de.














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