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Aktuelle Standpunkte von Bürgermeister Michael Dreier - Neujahrsansprache 2008

Aktuelle Standpunkte von Bürgermeister Michael Dreier - Neujahrsansprache 2008

Bürgermeister Dreier

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Gäste des Neujahrskonzerts 2008!

Ich freue mich, dass Sie so zahlreich der Einladung in unsere wunderschöne Sälzerhalle gefolgt sind, um das neue Jahr 2008 beschwingt mit Musik zu begrüßen.

Mit Musik, die uns heute Abend präsentiert wird von

- dem Musikverein „Frohsinn“ Verne 1913 unter der Leitung von Dr. Klaus Peter Träger,
- dem Gospelchor St. Vitus Singers Haaren unter der Leitung von Markus Seipel und
- den Pipes & Drums aus Bielefeld unter der Leitung von Douglas Thornton.


Und wenn das Programm dann noch so schwungvoll präsentiert wird von Theo Meschede – was könnte uns besser einstimmen auf die 12 neuen Monate, die vor uns liegen.

Allen, die so tatkräftig zum Gelingen des heutigen Abends beigetragen haben, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Ich finde, das ist noch einmal einen besonderen Applaus wert.

„Wo sind die letzten 12 Monate des Jahres 2007 geblieben?“, fragt sich so mancher von uns in den ersten Tagen des neuen Jahres. Hinter uns liegt ein Jahr voller wegweisender Ereignisse auch für unsere Sälzerstadt.

Es geht weiter aufwärts. Unsere Einwohnerzahl stieg auch im vergangenen Jahr wieder deutlich an. Unaufhaltsam nähern wir uns der 25.000er Marke. Auch der konjunkturelle Aufschwung machte im vergangenen Jahr vor Salzkotten nicht Halt. Mit über 6.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und zusätzlich rund 2.300 Minijobs haben sich auch diese Zahlen positiv entwickelt. Parallel dazu sank die Arbeitslosenquote im vergangenen Jahr um insgesamt 1,5 % auf nunmehr 5,3 %.

Das lag sicherlich auch daran, dass wir im vergangenen Jahr auch wieder von größeren Insolvenzen verschont geblieben sind. Das lag aber auch an einer aktiven Wirtschaftsförderungspolitik von Rat und Verwaltung. So konnten wir am 10. Februar den Produktionsbeginn bei der Firma Kaminski in ihren neuen Hallen im Gewerbegebiet Haltiger Feld feiern; im Herbst fiel der Startschuss für den Bau des Hagebaumarktes, der unser Einzelhandelsangebot ab dem kommenden Frühjahr bereichern wird.

Vor einem Jahr war es mir an dieser Stelle eine besondere Ehre, von unserer Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl die Stiftungsurkunde für unsere Bürgerstiftung in Empfang zu nehmen. Inzwischen konnte vor wenigen Tage der 100. Stifter begrüßt werden, das Stiftungskapital beträgt inzwischen 128.000 EUR. Erste konkrete Projekte konnten bereits initiiert werden, nicht zuletzt auch dank zusätzlicher Spenden in nicht unerheblichem Umfang.

Jüngste Idee ist das Stiftischweinchen, ausgedacht von Barbara Klingenthal. Es ist ein Sparschwein, dass sich jeder im Bürgerbüro der Stadt ausleihen und bei eigenen Feiern und sonstigen Anlässen für Sammlungen zugunsten der Stiftung aufstellen kann.

Für alle Aktivitäten im Sinne der Bürgerstiftung sage ich an dieser Stelle stellvertretend für alle in der Stiftung Engagierten ein herzliches Dankeschön an den Stiftungsvorsitzenden Rudi Niggemeier.

Im Zusammenhang mit der Bürgerstiftung darf sicherlich auch nicht das BigBand-Konzert der Bundeswehr am 10. Mai unerwähnt bleiben, das für eine ausverkaufte Sälzerhalle gesorgt und der Bürgerstiftung eine Spende zur laufenden Verwendung in Höhe von 13.000 EUR eingespielt hat. Wir hoffen, die BigBand bald wieder in unserer Stadt begrüßen zu dürfen.

Was ist sonst noch geschehen im vergangenen Jahr? Besucher unserer Stadt, die mit der Bahn anreisen, werden jetzt hell und freundlich empfangen, seitdem der Bahnhofsbereich einen kompletten Umbau erfahren hat. Keine dunklen Ecken mehr, sondern behindertengerecht und kinderwagentauglich können die Bahnsteige jetzt erreicht werden.

Um unsere Stadt weiter lebens- und liebenswert zu erhalten, haben Rat und Verwaltung von den neuen gesetzlichen Möglichkeiten Gebrauch gemacht, einen zentralen Versorgungsbereich festzulegen, in dem zukünftig vorrangig die Einzelhandelsentwicklung der Innenstadt erfolgen soll. Diese von Kritikern als „Schutzwall“ bezeichnete Ausweisung wird dafür Sorge tragen, dass Immobilieneigentümer Investitionssicherheit haben und keine Einkaufszentren „auf der grünen Wiese“ befürchten müssen, was jedoch keineswegs heißt, dass dadurch Konkurrenz in der Innenstadt verhindert werden soll. Innerhalb dieses Versorgungsbereichs ist Konkurrenz ausdrücklich erwünscht. Hier bin ich sehr dankbar dafür, dass Rat und Verwaltung gemeinschaftlich diesen sicherlich nicht einfachen und nicht immer angenehmen Schritt gegangen sind.

Viel Gemeinschaft wurde auch in unseren Städtepartnerschaften aktiv gelebt. Erwähnen möchte ich hier für das vergangene Jahr die 10-jährige Jubiläumsfeier mit unserer Partnerstadt Seefeld in Tirol sowie die 25-jährige Partnerschaftsfeier zwischen Verlar und der französischen Gemeinde Cartigny L’Epinay in der Normandie.

Dass man gemeinsam mehr erreichen kann und nicht nur den eigenen Kirchturm sehen sollte, zeigt eindrucksvoll die Teilnahme Salzkottens im Rahmen des Wettbewerbs um die EU-Fördermittel „Leader +“. Zusammen mit unseren Nachbarstädten Büren, Bad Wünnenberg, Lichtenau und der Gemeinde Borchen konnten wir diesen Wettbewerb als Region „Südliches Paderborner Land“ gewinnen und Fördermittel in Höhe von 1 Mio. EUR in unsere Region holen.

Als „Südliches Paderborner Land“ geht es in wenigen Tagen auch nach Berlin, wo wir die Ehre haben, unser Bundesland auf der „Grünen Woche“ repräsentieren zu dürfen. Gerne nutze ich hier die Gelegenheit, mich bei den Unternehmen zu bedanken, die dieses Projekt durch Geld- und Sachspenden so tatkräftig unterstützt haben.

Aber auch sonst haben wir uns für das neue Jahr viel vorgenommen.

So zum Beispiel die Verwaltungsmodernisierung: aus 5 Ämtern wurden 4 Fachbereiche mit einer klaren Kundenorientierung. Der Bürger und unsere Unternehmen stehen im Mittelpunkt unseres täglichen Handelns.

Herbert Rademacher und Norbert Schulte haben das Rathaus nach insgesamt 94 Jahren und 3 Monaten verlassen. Ihnen beiden gebührt an dieser Stelle nochmals mein herzlicher Dank. Ulrich Berger ist seit dem 01.01.2008 Allgemeiner Vertreter und Ludwig Bewermeier weiterer hauptamtlicher Stellvertreter des Bürgermeisters.

Wie Sie der Presse entnehmen konnten werden wir in diesem Jahr gemeinsam mit dem Bündnis für Familie und der Caritas die Einrichtung einer Speisenkammer für hilfebedürftige Menschen in unserer Stadt ins Leben rufen.

Sportlich wird es am 08. Juni beim 1. Salzkotten Klingenthal Sport Marathon, einem für Ostwestfalen einmaligen Ereignis.

Kulturell und festlich wird es zwischen dem 08. und dem 10. August, wenn unsere Dreckburg 650 Jahre alt wird. Einer der Höhepunkte des Festwochenendes ist sicherlich das Open-Air-Konzert der Nordwestdeutschen Philharmonie im Burghof am 08. August, bei dem auch der Schirmherr des Jubiläumsjahres, unser Landesbauminister und oberster Denkmalschützer Oliver Wittke anwesend sein wird. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Dreckburgweg bis dahin komplett ausgebaut zu haben.

Ausgelassen feiern unter dem Motto „Grenzen überwinden – Freunde finden“ wollen wir beim 51. Kreisschützenfest vom 05. bis 08. September in Mantinghausen. Hier laufen die Vorbereitungen schon auf Hochtouren, an dieser Stelle bereits ein herzliches Dankeschön an die Dorfgemeinschaft für die enorme ehrenamtliche Arbeit, die hinter so einer Veranstaltung steckt.

In fast genau 10 Monaten wird es hier in der Sälzerhalle ganz anders aussehen – dann zeigt unsere heimische Wirtschaft wieder ihre Leistungsfähigkeit bei der Wirtschaftsschau am ersten Oktoberwochenende.

Unsere lebens- und liebenswerte Sälzerstadt ist geprägt durch Hilfsbereitschaft und ehrenamtliches Engagement.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen ehrenamtlich Tätigen in unserer Stadt. Beispielhaft nenne ich die Freiwillige Feuerwehr, das DRK, die Caritas, die DLRG, Soziales, Sport, Kultur und Jugend.

Die Familie muss bei all unseren Aktivitäten im Mittelpunkt stehen. Ich danke allen, die das schon jetzt täglich beweisen: den vielen Großeltern, die sich um ihre Enkel kümmern, und den Älteren, die auf die Kinder in ihrer Nachbarschaft achten und ein gutes Wort für sie haben. Was wir brauchen, ist ein Miteinander der Generationen. Gerade die jüngere Generation kann so unendlich viel von der älteren Generation lernen. Ich möchte, dass die Erfahrung und die Gelassenheit der Älteren eine Verbindung eingeht mit dem Ungestüm und der Neugier der Jugend. Auch das Lokale Bündnis für Familie beschäftigt sich zurzeit u. a. mit diesem wichtigen Thema.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zum Start des neuen Jahre habe ich noch eine eindringliche Bitte an Sie alle gemeinsam: „Schauen Sie nie weg, sondern immer aufmerksam hin, wenn Sie irgendwelche Schwierigkeiten oder Auffälligkeiten in Ihrem Umfeld entdecken!“

Abschließend bitte ich Sie um Ihre Unterstützung! Die 21-jährige Linda Schäfers aus Scharmede leidet an Leukämie. Obwohl Linda derzeit mit Chemotherapie behandelt wird und eine Stammzellübertragung nicht vorgesehen ist, wollen Eltern und Bekannte nicht untätig sein und wenden sich an die Bevölkerung von Salzkotten und Umgebung.

Unter der Schirmherrschaft von Landrat Manfred Müller engagiert sich die Initiativgruppe „Gemeinsam gegen Leukämie“ zusammen mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) für eine Aktion zur Gewinnung neuer potenzieller Stammzellspender.

Die Typisierung findet statt am Samstag, dem 09. Februar 2008, von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr in der Schützenhalle Scharmede.

Entsprechende Überweisungsträger für das DKMS-Spendenkonto liegen gleich auf den Stehtischen aus oder sind im Bürgerbüro und bei unseren Banken erhältlich.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein ebenso erfolgreiches wie glückliches und friedliches Jahr 2008, begleitet durch Gottes Segen!

Liebe Gäste,

ich freue mich auf ein spannendes Jahr 2008 und bedanke mich bei allen, die unsere Arbeit zum Wohl unserer Stadt so tatkräftig unterstützen. Uns allen wünsche ich weiterhin gute musikalische Unterhaltung und einen vergnüglichen Abend bei anregenden Gesprächen.

Doch bevor der zweite Teil des Konzertes beginnt, nutze ich gerne die Gelegenheit und lade Sie im Namen der Stadt Salzkotten auf ein Glas Sekt ein.









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